Gedanke4: Skizze eines Transformationssystems für gute Taten

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Version vom 3. April 2022, 20:47 Uhr von Beewilli (Diskussion | Beiträge)
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Die Überlegung ist, jedem freiwilligen Akteur einen Anreiz bzw. Belohnung für seine ökonomiologisch positiven Taten geben zu können (Graswurzelansatz).

Versuch einer Abschätzung der Ressource Zeit: Jede natürliche Person verfügt über ein natürlich gegebenes Zeitbudget von 7*24 = 168 Stunden wöchentlich. Lt. Forsa-Umfrage verbrachten 2020 die 14 – 69-Jährigen in Deutschland täglich 13,5h pro Person, also über 50%, ihrer Zeit mit privatem Medienkonsum, sofern die Studie richtig verstanden ist. Das persönlich frei verfügbare Zeitbudget scheint demnach keine knappe Ressource zu sein. Es gibt m.E. sehr, sehr viele praktikable Ansatzmöglichkeiten, um für eine andere Priorität bei der Verwendung der Ressource Zeit zu werben, also für mehr bürgerschaftliches Engagement für das Gemeinwohl oder für mehr Selbstwirksamkeit und sinnvolle Tätigkeiten an der frischen Luft. Da sind Marketing- und Werbeprofis gefragt.

Schema für ein Transformationssystem von dokumentierten guten Taten zu persönlichen Gutschriften (Daten, Punkte, Zeit, Geld): Transformationsschema für gute Taten


Abbildung 4 Transformations-Schema für gute Taten

* Die neue WUMMS-Card repräsentiert das persönliche Öko-Payback-Konto, das jeder Bürger durch eigene ehrenamtliche Tätigkeit laufend füllen kann. (WUMMS steht für Wachstum-Umwelt-Mensch Management System). Der ermittelte Gegenwert in Euro für diese guten Taten bedeutet eine Rückzahlung an die Ökosysteme der Erde, bei der wir hoch verschuldet sind. Wir müssen dringend anfangen, zurückzuzahlen. Jeder kann und soll mithelfen. Auch juristische Personen und jegliche andere Organisation könnten eine entsprechende Wumms-Card führen (nicht ehrenamtlich, aber steuerlich anrechenbar). Das Ziel ist, dass wir beginnen, alle gemeinsam den Erdüberlastungstag (Earth Overshoot Day) in Deutschland in 2021 vom  29. Juli spätestens bis 2030 auf den 31.12. zu schieben. Erst ab dann können wir von Tilgung und echter Nachhaltigkeit sprechen!


Erläuterungen zur Abbildung:

·       zu Daten: Die guten Taten werden als Datenobjekte erfasst. Die persönliche  Unterstützung des Wandels wird vom Akteur vor Ort eigenhändig in digitale Daten umgesetzt. Daten sind die eigentliche Währung unserer Zeit.

·       zu Punkte: Die Datenobjekte werden gemäß transparenten Regeln der jeweiligen Projekt-leitung mit Punkten bewertet. Die jeweilige Punktzahl entspricht dabei einem Deckungsbeitrag zu einem definierten Nachhaltigkeitskriterium und somit seiner Gewichtung.

·       zu Zeit: Der Punktestand wird durch eine berechtigte (z.B. gemeinnützige) Organisation in eine Zeitgutschrift pro Akteur umgerechnet. Kontoabfrage jederzeit möglich. Ein Ehrenamtspass (u.a. auch Freiwilligenpass genannt) gilt als offizielles Nachweisdokument der ehrenamtlich eingebrachten Zeit: Antrag für einen Ehrenamtspass (Beispiel)


Abbildung 5  Antrag für einen Ehrenamtspass (Beispiel)


·       zu Geld: Der Zeitwert wird entsprechend in einen Geldwert pro Akteur umgerechnet. Kontoabfrage jederzeit möglich. Pro Jahr gibt es eine vom System generierte Zusammenstellung aller erarbeiteten Werte pro Akteur als Beleg zum Antrag für eine steuerliche Anerkennung.

Ein persönliches Konto mit allen von gemeinnützigen Organisationen anerkannten Beiträgen zur ökologischen Wertschöpfung. Keine Barauszahlung, aber verschenken/ vererben des Anspruchs ist möglich. Das wäre ein kleiner Beitrag für eine enkelgerechtere Welt. Erste Idee für einen Beleg zur Vorlage beim Finanzamt


Abbildung 6  Erste Idee für einen Beleg zur Vorlage beim Finanzamt