Gedanke2: Der Übergang
Gesucht wird ein Rettungsweg, aufgeteilt in jährliche Etappenziele, der das gemeinsame Vorgehen transparent und unter hoher Bürgerbeteiligung Schritt für Schritt ermöglicht. Das Gemeinwohl ist der Hebel. Auch jeder Unternehmer, Politiker, etc. ist gleichzeitig Bürger und Mensch und jeder Mensch ist in seiner Solidarität Teil der Lösung.
Abbildung 2 Das Gesamtszenario (big picture) für einen Rettungsweg
Erläuterungen zur Abbildung:
(Hinweis: die Zahlenwerte sind ‚Testdaten‘ und dienen nur der Erläuterung der Idee)
• Die jeweilige ökologische Auswirkung unserer Tätigkeiten und Projekte p.a. wird in Grad, dem sog. Nachhaltigkeitswinkel, dargestellt. Es ist die Quantifizierung von ökologischem Wachstum.
• Wachstum ist somit nicht mehr länger eine rein ökonomische Dimension, d.h. eindimensional in Geld gemessen, sondern zweidimensional, d.h. Geld als Maßstab wie bisher aber gekoppelt mit einem Zweitwert, der auch dem einhergehenden Ökosystemschaden (Schadschöpfung) oder Ökosystemnutzen (Wertschöpfung) einen entsprechenden Geldwert gibt.
• Der Ökosystemschaden oder-nutzen beschreibt die ökologische Dimension des Wachstums und kann entsprechend umgerechnet als negative oder positive Winkeländerung (zur ökonomischen Achse) dargestellt werden.
• Immer mehr negative Nachhaltigkeitswinkel bei zunehmendem ökonomischen Wachstum - und das seit Beginn der Industrialisierung – bringt unsere Erde schon in vielen Ökosystemen in den ‚roten Drehzahlbereich‘. Erreichen die betroffenen Ökosysteme ihre sog. Kipppunkte ist die Veränderung unumkehrbar (=Area of no return)
• Es kommt nun darauf an, jedes Jahr Tätigkeiten und Projekte durchzuführen, die in der Summenkurve einen Nachhaltigkeitswinkel von mindestens +1° bewirken. Das ändert den beschleunigten Negativtrend der Ökosystemleistungskurve (=roter Kurvenverlauf) ab dem Zeitpunkt der guten Tat um 1° nach oben.
• Das entspricht grafisch der Kurve, die z.B. am Punkt 2021 ansetzt, um +1° gedreht wird und somit die X-Achse um ca. 2-3 Jahre später schneidet. D.h. man gewinnt Zeit und die Katastrophe würde um 2 Jahre verschoben werden.
• Wenn das ca. 10 Jahre lang hintereinander gelingt, entsteht eine Kurvenschar von 10 Kurven, die in Summe den Negativtrend der Ökosystemleistungskurve stoppen (=waagrechte Tangente) und einen Wendepunkt ermöglichen würde. Die erste der 10 Kurven wäre der Beginn des Rettungsweges (=grüner Kurvenverlauf).
• Dieser Weg müsste für viele Jahre konsequent weiter beschritten werden, um das Schlimmste abzuwenden. Priorität hat aber, dass das bürgerschaftliche Engagement dadurch sichtbar und belohnbar wird (millionenfaches Mikro-Ökopayback) und somit eine freiwillige Bewusstseins- und Verhaltensänderung eintritt und wirksam wird.
• Es macht auf jeden Fall Sinn, den Rettungsweg auch für (regionale) Teilsysteme zu (ver)suchen, wie z.B. im Projekt Bienenroute für mehr blütenreiche und vernetzte Kleinstrukturen in unserer Kulturlandschaft zur Erholung der Bestäuberinsekten in Arten und Anzahl. Nur so gelingen danach überregionale Ausbreitung und eine Aktivierung von möglichst vielen Nachahmern zu guten Taten für das Gemeinwohl (=Follower), ggf. überall auf der Welt.
